Dezernat für Verkehrsrecht

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Die fiktive Abrechnung

Nach einem Verkehrsunfall stellt sich regelmäßig die Frage, was mit dem beschädigten PKW geschehen soll. 

Als Geschädigter haben Sie das Recht frei darüber zu entscheiden, ob Sie den PKW reparieren lassen wollen oder ob Sie sich die zur Reparatur erforderlichen Kosten auszahlen lassen wollen. Letztere Variante bezeichnet man als fiktive Abrechnung. Oft spricht man auch von Abrechnung auf Gutachtenbasis, weil regelmäßig die Einholung eines Gutachtens erforderlich ist, um den Sachschaden konkret zu beziffern.

Der vorliegende kleine Ratgeber zeigt Ihnen auf, welche Schadenspositionen Sie im Rahmen der fiktiven Abrechnung geltend machen können, wobei die hier aufgezeigten Positionen keinesfalls abschließend sind! Das Aufzeigen sämtlicher Schadenspositionen würde den Rahmen sprengen. 

Wir wissen, was Ihnen zusteht und werden Ihre Ansprüche erschöpfend und abschließend spezifizieren.

Leistungen

Verkehrsunfall

Unfallregulierung

Schmerzensgeld

Straf- und Bußgeldrecht

Fahrerlaubnisrecht

Fahrverbot

Autokaufrecht

KFZ-Leasing

Werkstatt- und Reparatur

MPU-Verfahren

Kraftfahrtversicherung

Was  Sie fordern können...

Welche Schadenspositionen schlussendlich geltend gemacht werden können, hängt davon ab, ob ein Reparatur- oder Totalschaden vorliegt.

Der Reparaturschaden

Liegt der zur Wiederherstellung erforderliche Reparaturaufwand unter dem Wiederbeschaffungsaufwand kann ohne Nachweis der Reparatur fiktiv auf der Grundlage der vom Gutachter geschätzten (Netto)-Reparaturkosten abgerechnet werden (=Reparaturschaden).

 

Sie können dann zunächst die Reparaturkosten geltend machen, die anfallen würden, wenn Sie den PKW in einer Werkstatt reparieren lassen würden.

 

Hinzukommen weiter die Gutachterkosten, ein möglicher merkantiler Minderwert Ihres PKW, eine Nutzungsausfallentschädigung für den Zeitraum der hypothetischen Reparaturdauer, die Rechtsanwaltsgebühren, eine Unkostenpauschale etc. pp.

 

Beachtenswert ist, dass Versicherungen regelmäßig erhebliche Kürzungen vornehmen, indem sie etwa auf die Schadensminderungspflicht und das Bereicherungsverbot verweisen. Hier besteht regelmäßig Konfliktpotential, weil die Kürzungen oftmals überhaupt nicht gerechtfertigt sind. Daher empfiehlt es sich immer, einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen.

Der Totalschaden

Ein Totalschaden liegt vor, wenn die Wiederherstellung des beschädigten PKW entweder nicht möglich (technischer Totalschaden) oder dem Geschädigten nicht zumutbar ist (unechter Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden).
Der Restitutionsanspruch verwandelt sich dann in ein Anspruch auf Geldersatz.

 

Bedeutend bei der Unfallregulierung ist regelmäßig der wirtschaftliche Totalschaden.

 

Vereinfacht ausgedrückt liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor, wenn die Reparaturkosten höher sind als der Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes.

 

In diesem Fall hat Ihnen die Versicherung den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs vor dem Unfall abzüglich Restwert nach dem Unfall zu ersetzen.