Dezernat für Verkehrsrecht

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Sachverständigengutachten

Schadensersatzansprüche können nur dann beziffert und geltend gemachten werden, wenn klar ist, wie hoch der eingetretene Schaden ist. Daher spielt die Einholung eines Gautachtens eine wesentliche Rolle bei der Unfallregulierung. 

Der vorliegende kleine Ratgeber soll Ihnen grundlegende Informationen zum Thema KFZ-Gutachten im Rahmen der Unfallregulierung näher bringen.

Was macht der Gutachter?

Der Gutachter wird Ihren beschädigten PKW zunächst genaustens untersuchen und sämtliche Mängel und Schäden am PKW dokumentieren. Wenn dieser Arbeitsschritt erledigt ist, prüft der Gutachter weiter, ob die festgestellten Schäden auf den Unfall zurückzuführen sind. Dann schätzt der Gutachter den finanziellen Aufwand für die Reparatur (Reparaturkosten) des PKW. Dieser Wert bildet auch die Grundlage für die Schadensspezifizierung gegenüber der gegnerischen Versicherung.

Der Gutachter macht aber noch weit mehr!

 

Er ermittelt auch den Wiederbeschaffungswert und den Restwert Ihres PKW. Diese zwei Größen sind wichtig um beurteilen zu können, ob etwa ein sog. Totalschaden vorliegt. Auch geben die Wertgrößen im Verhältnis zueinander Aufschluss darüber, was schlussendlich von der Gegenseite betragsmäßig gefordert werden kann.

 

Der Gutachter prüft auch, welche Zeit benötigt wird, um ein vergleichbares Fahrzeug für das unfallbeschädigte Fahrzeug zu beschaffen (sog. Wiederbeschaffungsdauer). Bei gängigen Gebrauchtfahrzeugen ist in der Regel eine Wiederbeschaffungszeit von ca. 10-15 Kalendertagen zu veranschlagen. Dieser ermittelte Wert ist wichtig, um einen etwaigen Anspruch auf Nutzungsausfall beziffern zu können.

Wer beauftragt den Gutachter?

Leistungen

Verkehrsunfall

Unfallregulierung

Schmerzensgeld

Straf- und Bußgeldrecht

Fahrerlaubnisrecht

Fahrverbot

Autokaufrecht

KFZ-Leasing

Werkstatt- und Reparatur

MPU-Verfahren

Kraftfahrtversicherung

Als Geschädigter haben Sie das Recht, den Schaden an Ihrem PKW von einem Gutachter Ihrer Wahl feststellen zu lassen, selbst dann, wenn die Versicherung der Gegenseite bereits einen eigenen Sachverständigen beauftragt hat! 

 

Von diesem Recht sollten Sie in der Regel auch Gebrauch machen. Warum? Die Versicherung des Unfallgegners wird immer ein gesteigertes Interesse daran haben, dass der Schaden an Ihrem PKW möglichst gering beziffert wird.   Dies führt schlussendlich dazu, dass der Ihnen zustehende Schadensersatz entsprechend geringer ausfällt.

Wichtig ist, dass Sie mit der gegnerischen Versicherung im Vorfeld keine Vereinbarungen über die Wahl des Gutachters oder der Reparaturwerkstatt treffen. 

Wenn Sie noch keinen Gutachter beauftragt haben, werden wir einen vertrauenswürdigen und kompetenten Gutachter für Sie beauftragen. Da wir regelmäßig mit Gutachtern zusammenarbeiten, können Sie davon ausgehen, dass das Gutachten auch zügig erstellt wird.

Wer zahlt die Gutachterkosten?

Grundsätzlich trägt die Versicherung Ihres Unfallgegners die Kosten des Gutachters vollumfänglich, wenn der Unfallgegner den Unfall gänzlich zu verschulden hat. Steht jedoch fest, dass Ihnen einen Mitverschulden zuzurechnen ist, trägt die Versicherung die Gutachterkosten nur anteilig, nämlich in Höhe der Verschuldensquote der Gegenseite. 

 

Bei einem Bagatellschaden zahlt die gegnerische Versicherung die Gutachterkosten nicht- dies gilt selbst dann, wenn Sie den Unfall nicht zu verschulden haben. Ein Bagatellschaden liegt vor, wenn die Beschädigung weniger als 750,00 EUR beträgt. In derartigen Fällen sollte lediglich ein Kostenvoranschlag eingeholt werden.