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  • Rechtsanwalt

Wie lange darf die Regulierung von Unfällen dauern?

Immer wieder kommt die Frage auf, wie lange sich die Versicherung Zeit lassen darf, um den Unfall zu regulieren.


Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei der Regulierung von Unfallschäden ist der Versicherung grundsätzlich eine angemessene Prüffrist zuzubilligen, vor deren Ablauf Verzug nicht eintritt und auch eine Klage nicht veranlasst ist. Welcher Zeitraum schlussendlich angemessen ist, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. Starre Fristen existieren nicht.


Das saarländische Oberlandesgericht hat hierzu am 17.05.2019 nochmals Stellung genommen:

Die Prüffrist beginnt mit dem Zugang eines spezifizierten Anspruchsschreibens. Ihre Dauer ist vom Einzelfall abhängig, wobei die wohl überwiegende Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum bei einem durchschnittlichen Verkehrsunfall einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen als angemessen ansieht. Auch wenn ein Versicherer die Prüfung eines Schadens, für den er einzustehen hat, tunlichst beschleunigen muss, gibt es für die Länge der Prüfungsfrist keine festen oder starren Regeln. Es verbietet sich jede generalisierende Betrachtungsweise; maßgebend sind vielmehr stets die Umstände des Einzelfalls.

Weiterführendes: OLG Saarbrücken, Beschluss vom 17.05.2019, AZ: 4 W 4/19



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